Konzept

Eine Kindertagesstätte stellt sich vor

1. Der Träger

Die Kita Rübezahl ist eine Elterninitiative gegründet 1988 und ist Mitglied im paritätischen Wohlfahrtsverband.

Eltern werden aktiv in die Arbeit miteinbezogen und können eigene Vorstellungen und Vorschläge mit einbringen, die dann auf der monatlichen Elternversammlung (Anwesenheitspflicht) zusammen mit Vertretern des pädagogischen Teams diskutiert und abgestimmt werden.

Träger der Kita ist der gemeinnützige Verein „Kita Rübezahl e.V.“. Eltern deren Kinder die Einrichtung besuchen, werden automatisch Mitglieder im Verein.
Im November eines jeden Jahres wird im Rahmen einer Mitgliederversammlung der Vorstand für zwei Jahre gewählt (alternierend).

Der Vorstand setzt sich aus dem 1. und 2. Vorsitzenden, dem Kassenwart und 2 Beisitzern zusammen. Er führt die Geschäfte des Vereins und trägt die Personalverwaltung.

Ein weiteres gewähltes Gremium ist die Auswahlkommission. Sie entscheidet über die Aufnahme der Kinder in die Einrichtung.

Der Elternrat wird jährlich gewählt und ist zuständig für die gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Personal.

Weitere Aktivitäten sind Koch- und Elterndienste, Instandsetzungsarbeiten, Gartenpflege und verschiedene Aktionen wie z.B. die Organisation von Festen oder der jährliche Frühjahrsputz.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit pflegt die Kita, vertreten durch Vorstand und Leitung, vielfältige Verbindungen. Hierzu gehören:

2. Das Team und die Kinder

17 Kinder im Alter von 4 Monaten bis Schuleintritt werden von 3 Erzieherinnen und einer Kinderpflegerin 45 Stunden in der Woche betreut.
Unterstützt werden sie von einem Musikpädagogen, der einmal wöchentlich die musikalische Früherziehung leitet.
Viermal in der Woche werden die Mahlzeiten von einer Köchin frisch zubereitet.

Die Kita Rübezahl fördert aktiv die Ausbildung von Erziehern und Erzieherinnen indem regelmäßig Praktikumsplätze angeboten werden und steht dadurch in regelmäßigem Kontakt mit berufsbildenden Schulen.

3. Das Haus

Die Kita liegt in Kessenich, einem Stadtteil von Bonn.
Der dörfliche Charakter mit dem nahe gelegenen Zentrum bietet eine gute Gelegenheit für die Kinder mit ihrem Viertel vertraut zu werden.
Es finden regelmäßige Einkäufe und Besuche in der nahe gelegenen Bücherei statt. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel (Straßenbahn und Bus) ist sehr gut und wird für Ausflüge genutzt. Im näheren Umfeld gibt es mehrere Grundschulen, Spiel- und Sportplätze, Museen sowie den Stadtwald und den Rhein.

Im Erdgeschoss befinden sich ein Babyzimmer, ein Mehrzweckraum, eine Garderobe, die sanitären Anlagen und ein Wickelraum.
Außerdem gibt es im Untergeschoss noch einen Bewegungsraum mit Zugang zum Garten.
Im Außenspielbereich stehen den Kindern ein großer Sandkasten, ein Kletterhaus und ein Spielhaus zur Verfügung. Ergänzt wird dieses Angebot durch Dreiräder, Bobbycars und Roller.
In der ersten Etage gibt es zwei kleine Differenzierungsräume (z.B. für Rollenspiel, konstruieren). Der Hintere wird nach dem Mittagessen als Ruheraum für die größeren Kinder genutzt. Er ist mit einem integrierten Stauraum für Matratzen und Decken ausgestattet.
Im großen Gruppenraum wird gegessen, gebastelt und gespielt.
In der Leseecke mit Sofa, steht den Kindern eine große Auswahl an Büchern zur Verfügung.
Über dem großen Gruppenraum befindet sich eine Empore, dort können sich kleinere Kindergruppen zur& uuml;ckziehen und spielen.
Auf dieser Etage befinden sich noch die Küche, das Büro und die Personaltoilette.

4. Pädagogisches Konzept

Wir arbeiten mit einer Kombination aus dem Funktions – und Situationsansatz, da ein Ansatz alleine in der Arbeit mit Kindern nicht mehr Zeitgemäß ist.
Das Motto: So strukturiert wie nötig, so flexibel wie möglich, ist der rote Faden, der sich durch unsere Arbeit zieht.
Uns geht es nicht darum Kinder nur zu beschäftigen, sondern uns mit dem auseinander zu setzen, was die Kinder bewegt (Situationsansatz). Darüber hinaus fördern wir unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten (Funktionsansatz).
Wir praktizieren also beides, wir bauen unser Angebot auf die Interessen der Kinder auf und motivieren sie für unsere Lerneinheiten.
Um den Kindern eine feste Basis und Halt zu geben, ist ein strukturierter Tagesablauf (Frühstück, Mittag, Schlaf), sowie Rituale (Feiern, Geschichten zum Einschlafen) von großer Bedeutung.

Funktionsansatz / WissensansatzSituationsansatz

Lenkung durch Erwachsene (Verkehrserziehung, gelenkte Angebote)

Offenheit (Baustelle vor dem Kinderhaus beobachten statt Basteln)
Rahmenplan (Jahreszeit, Feste) Lebensnähe (Geburt, Tod)
Ähnlichkeit mit schulischem Lernen (Vorschularbeit, Arbeitsblätter) Lernimpulse der Kinder aufgreifen (möchte seinen Namen schreiben lernen)

Auch aus spontan aufgegriffenen Situationen (Situationsansatz) kann bei entsprechendem Interesse ein großes Projekt werden (Funktionsansatz).
Daraus ergibt sich, dass der Situationsansatz nicht ohne funktionales Lernen auskommt.

5. Förderung der Kompetenzen

Die drei Kompetenzen (Ich- Sach- und Soziale Kompetenz) zeigen sich in vielfältigen Bereichen und sind Grundlage für die geistige Entwicklung des Kindes.
Diese Kompetenzen werden in allen Bereichen des Kindergartenalltags gelebt und gefördert.

Ich-Kompetenzen
Förderziele, die zur Entwicklung der individuellen Persönlichkeit des Kindes beitragen:

Sach-Kompetenz
Sachwissen, Kenntnisse, Fertigkeiten:

Soziale Kompetenzen
Förderziele, die das Verhältnis des Kindes zur Gemeinschaft betreffen:

6. Pädagogische Handlungselemente

Sozialverhalten

Wir gehen mit den Kindern warmherzig und respektvoll um und berücksichtigen ihren jeweiligen Entwicklungsstand.
Die Kinder lernen Regeln und Grenzen kennen und einzuhalten. Dies ermöglicht ein harmonisches Miteinander, sowie die Fähigkeit Konflikte auszutragen, aber auch zu lösen. Wir möchten den Kindern ermöglichen, sich zu selbstständigen und selbstbewussten Persönlichkeiten mit emotionaler Stärke zu entwickeln.
Sie sollen ihre eigenen Bedürfnisse erkennen und äußern lernen. Zum Sozialverhalten gehört auch der Aufbau von Freundschaften, sich als Teil einer Gruppe zu fühlen, andere zu respektieren und selber akzeptiert zu werden.
Gerade in der kleinen altersgemischten Gruppe hat das Vorleben, die Vorbildfunktion und das Nachahmen einen hohen Stellenwert. Um das Miteinander von groß und klein zu unterstützen bieten wir den Kindern Hilfestellungen an.
So entsteht ein ständiges Geben und Nehmen, beidem die Kinder ihre Fähigkeiten und ihr Selbstwertgefühl erproben und vertiefen können, aber auch Rücksichtnehmen und Einfühlungsvermögen beweisen lernen.

Partizipation

Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden (Schröder 1995).

Für uns bedeutet das:

Tagesablauf

Die Kinder kommen in der Zeit zwischen 07:30Uhr und 09.00Uhr ins Kinderhaus. Sie können zwischen Freispiel und wechselnden Bastelangeboten wählen.
Um 09:00Uhr frühstücken wir gemeinsam. Anschließend haben die Kinder Gelegenheit im freien Spiel verschiedene Spielbereiche zu nutzen.
Währenddessen haben die Erzieher die Möglichkeit zu beobachten, Defizite zu erkennen und Entwicklungsschritte zu dokumentieren (Portfolio). Entsprechende Förderungen, themenbezogen Angebote und Gruppenbeschäftigungen, sowie Ausflüge finden ebenfalls am Vormittag statt.

Nach dem Mittagessen um 12.00 Uhr und dem anschließendem Zähneputzen schließt sich eine Ruhephase bis 14.00Uhr an.Während die jüngeren Kinder schlafen oder Geschichten hören, haben die älteren die Möglichkeit sich zu beschäftigen. In dieser Zeit finden auch Angebote zur Vorschule statt.

Im Anschluss bieten wir eine Obstmahlzeit an.Bis die Einrichtung um 16:30Uhr schließt, spielen die Kinder im Garten oder wetterbedingt im Haus.
Montags findet ein ungestörtes Nachmittagsangebot oder Freispiel statt. D.h. die Kinder werden bis 14:30 Uhr oder wieder ab 16:00Uhr abgeholt.

Zusätzlich finden folgende Aktionen und Angebote regelmäßig statt:

Darüber hinaus haben auch jahreszeitliche Rituale ihren Platz im Kitaalltag.

Eingewöhnung

Die Kinder werden in kleinen Schritten an die neue Situation herangeführt. Ziel ist es sich von den Eltern zu trennen und sich an neue Bezugspersonen, sowie andere Kinder zu gewöhnen.
Eine gelungene Eingewöhnung, Hand in Hand mit den Eltern, ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung des Kindes.
Die Dauer der Eingewöhnung variiert entsprechend den Bedürfnissen des Kindes.

Freispiel

Das freie Spiel hat eine große Bedeutung, da die Kinder hier emotionale, soziale, motorische und kognitive Kompetenzen erwerben. Hierfür gibt es in unserer Einrichtung verschieden Bereiche:

Gesundheitsförderung

Ein gesundes und aufgeklärtes Verhältnis zum eigenen Körper ist wichtig für die Entwicklung. Hierzu gehört eine gute Körperwahrnehmung und die Fähigkeit, körperliche Nähe sowohl zu zulassen als auch sich abzugrenzen. Die Kinder entwickeln ein angemessenes Gefühl für Nähe und Distanz zu anderen.
Bewusste Körperwahrnehmung erfahren die Kinder durch Sinneswahrnehmung in den verschiedenen Bereichen: durch Massagen, Atemübungen, kindgerechten Meditationen oder Phantasiereisen und das wöchentliche Turnen.
Hier wird die Grobmotorik durch Spiele, aufgebaute Bewegungslandschaften und Turnübungen gefördert.

Auch das Wissen über Körperpflege und das Benennen der einzelnen Körperteile sowie eine gesunde Ernährung durch Bioprodukte und viel frisches Obst und Gemüse sind Teil des Kitaalltags.

Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit zu matschen, aber sie lernen auch, dass nach solchen Aktionen das Händewaschen wichtig ist.

Ein großer Schritt zu Eigenständigkeit ist das selbstständige Anziehen.

Einen noch größeren Schritt bedeutet das Trockenwerden. Wir geben jedem Kind die Zeit die es braucht um dieses Ziel zu erreichen. Diesen Prozess sprechen wir mit den Eltern ab um dem Kind die Hilfestellung zu geben die nötig ist und es nicht zu frustrieren.

In regelmäßigen Abständen kommt eine Mitarbeiterin der Stadt Bonn zur Zahnprophylaxe und bespricht mit den Kindern das richtige Zähneputzen. Tägliches Zähneputzen findet bei uns nach dem Mittagessen statt.

Einmal im Jahr kommt ein Zahnarzt, der die Zähne der Kinder kontrolliert und bei Auffälligkeiten die Eltern benachrichtigt.

Umweltbewusstsein

Gerade für Stadtkinder ist es wichtig, viel Natur zu erfahren . Daher ist uns ein Anliegen, möglichst wöchentlich (je nach Wetterlage) in den Wald zu gehen. Es geht darum die Natur zu erleben, sie kennen zu lernen und zu schützen.
In der Kita haben die Kinder Gelegenheit aktiv an der Gartenarbeit teilzunehmen.

Musikalische Früherziehung

Im Kinderhaus wird gesungen und getanzt und dabei werden verschiedene Instrumente eingesetzt.
Einmal wöchentlich findet für die Kinder ab 18 Monaten musikalische Früherziehung durch einen Musikpädagogen statt.

Sprachförderung

In einer kleinen altersgemischten Einrichtung ist es sehr auffällig, wie schnell die meisten Kinder sprechen lernen, da sie immer animiert sind von den Älteren zu lernen.
Ein wichtiger Baustein der Sprachförderung ist das Vorlesen und Erzählen von Geschichten. Hierdurch werden die Kinder angeregt selbst mit der Sprache umzugehen. Es werden Phantasiegeschichten erdacht und erzählt, Theaterstückchen vorbereitet und gespielt, Spiele zum Silben klatschen durchgeführt und vieles mehr.
Es kommen auch Medien wie CDs zum Einsatz und der Besuch von „Bilderbuchkinos“.

Vorschularbeit

Vorschule bedeutet für uns die ganzheitliche Förderung des Kindes vom Kitaeintritt bis zum Schulbeginn.
Die gezielte Vorschularbeit, an der alle Kinder teilnehmen, die im Sommer in die Schule gehen, beginnen wir ein Jahr von der Einschulung. Es ist uns wichtig das Interesse und die Neugier der Kinder auf die Schule zu wecken und ihnen eventuelle Ängste zu nehmen.
Besonderen Wert legen wir auf die Förderung der manuellen Geschicklichkeit (Ausmal- und Schneideübungen, Schleife binden), Selbstständigkeit und Konzentrationsfähigkeit.
Auch erste mathematische Übungen zum Mengenverständnis, sowie Übungen mit geometrische Formen gehören in das Programm.
Bestimmte Vorschulprojekte ergänzen unser Angebot (z.B. Kunstkurs, Exkursionen, Unterrichtsbesuche in Grundschulen).
Den Abschluss bildet eine Übernachtung in der Kita.

7. Feste und gemeinsame Aktivitäten

Als Elterninitiative legen wir besonderen Wert auf die Kontakte zwischen den Erzieherinnen und den Eltern über die tägliche Bring- und Abholsituation hinaus.
Wir verstehen die Zusammenarbeit aller und den guten Kontakt als Grundlage für das Gelingen unserer Gemeinschaft.
Neben gemeinsamen Aktionen im Rahmen der Elternarbeit (Garten, Frühlingsputz, etc.) sind vor allem unsere Feste eine gute Gelegenheit den Kontakt der Familien zueinander und zum Team zu fördern.

Erstes Fest im Kindergartenjahr ist St. Martin. Wir gehen als Kita im Martinszug mit durch Kessenich und treffen uns anschließend in der Kita zum Feiern.

An einem Adventssonntag feiern wir unser Weihnachtsfest mit Aufführungen der Kinder und der Eltern sowie einem gut ausgestatteten Buffet und dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern.

Unser Fest zu Karneval findet am „Weiberfastnacht“ statt. Alle kommen verkleidet und Singen, Tanzen und Spielen den ganzen Vormittag lang.

Ostern wird am Gründonnerstag gefeiert, meist mit einer kleinen Aufführung der Kinder. Auch hier essen und singen wir zusammen.

Im Juni/Juli findet unser Sommerfest auf dem Gelände des Jugendzeltplatzes in Bad Godesberg statt. Alle Familien beteiligen sich am großen Buffet und wer möchte, kann im eigenen Zelt dort übernachten.

Den Abschluss des Kindergartenjahres bildet die Verabschiedung der Schulkinder, die mit deren Abschlussausflug beginnt. Nach der Übernachtung der Schulkinder und zwei Erzieherinnen, wird am letzten Tag nochmal mit allen Kindern gemeinsam gefrühstückt, gefeiert und es werden die Schultüten überreicht.

 

Weitere Informationen

Anschrift:
Kita Rübezahl
Burbacher Straße 100
53129 Bonn
Tel.: 0228/230429
e-mail.: leitung@kindertreff-ruebezahl.de

Ansprechpartnerin: Marina Luhm (Leitung)

Bürozeiten: täglich von 13:00 bis 14:00 Uhr

Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 07:30 Uhr – 16:30 Uhr

Schließzeiten:

Published on  17.11.2013